Kurze Zusammenfassung
Das Video behandelt Covered Call ETFs und erklärt deren Funktionsweise, Vor- und Nachteile sowie für welchen Anlegertyp sie geeignet sind. Es wird erläutert, wie diese ETFs eine Kombination aus Indexnachbildung und dem Verkauf von Calloptionen darstellen, was zu regelmäßigen Erträgen führt, aber auch das Aufwärtspotenzial begrenzt.
- Funktionsweise von Covered Call ETFs
- Vor- und Nachteile
- Geeignete Anlegertypen
Diese Fragen zu Covered Call ETFs musst Du Dir stellen
Der Kanalbetreiber erklärt, dass das Video keine Anlageberatung darstellt, sondern lediglich der Inspiration dient. Er wünscht den Zuschauern frohe Weihnachten und erklärt, dass er dieses Video produziert hat, um ein interessantes Thema zu behandeln, das in den letzten Monaten immer wieder diskutiert wurde: Covered Call ETFs. Er möchte die Zuschauer vor fatalen Fehlern bewahren und ihnen das Thema näherbringen, da diese Art von ETFs nicht für jeden Anlegertyp geeignet ist. Er gibt auch einen exklusiven Depoteinblick, da er solche ETFs selbst im Depot hat und damit zufrieden ist, weil er sie so einsetzt, wie sie gedacht sind.
Funktionsweise von Covered Call ETFs überhaupt: Option, Strike-Preis
Covered Call ETFs kombinieren eine Indexnachbildung mit dem Verkauf von Calloptionen auf gehaltene Aktien. Der Fonds verkauft nur Optionen auf tatsächlich besessene Aktien, was das Risiko begrenzt. Die Performance und Ausschüttungen entstehen hauptsächlich aus Optionsprämien, die der ETF vom Käufer erhält. Dieser Käufer erwirbt das Recht, die Aktie zu einem festgelegten Preis (Strike-Preis) zu kaufen. Diese Prämien generieren regelmäßige Erträge und dämpfen in gewissen Phasen Kursverluste.
Volatilität und Renditen-Kennzahlen
Covered Call ETFs weisen eine geringere Volatilität auf als der zugrunde liegende Index. Am Beispiel des Nest 100 wird gezeigt, dass der Covered Call ETF eine geringere Volatilität aufweist und Ausschüttungsrenditen zwischen 6 und 12 % erzielt.
Praxisbeispiel anhand eines covered call ETFs in 2025
Als praktisches Beispiel wird der Global X Nasdaq 100 Covered Call ETF (QYLD) genannt, der ein Fondsvolumen von knapp einer halben Milliarde hat und eine Total Expense Ratio von 0,45 aufweist. Die Ausschüttung erfolgt monatlich. Im Jahr 2025 betrug die Ausschüttungsrendite je nach Kursverlauf 10 bis 11 %. Die monatlichen Zahlungen schwankten zwischen 13 und 15 Cent, was auch mit der Relation Euro zum Dollar zusammenhängt.
Vorteile von Covered Call ETFs
Die Vorteile von Covered Call ETFs sind regelmäßige Einnahmen, eine geringere Volatilität gegenüber dem Index, ein gewisser Kursschutz bei Kursrückgängen und die Eignung für Seitwärtsmärkte.
Nachteile von Covered Call ETFs
Die Nachteile sind ein begrenztes Aufwärtspotenzial, Opportunitätskosten, höhere Kosten gegenüber einem reinen passiven ETF und die Möglichkeit von Substanzausschüttungen.
Für welchen Anlegertyp eignen sich covered call ETFs
Covered Call ETFs eignen sich gut für einkommensorientierte Anleger im Rentenalter oder im fortgeschrittenen Alter, die konservativ anlegen und eine kleinere Risikotoleranz haben. Sie können auch als Depotstabilisierung dienen. Nicht geeignet sind sie für jüngere Leute, die wachstumsgetrieben sind, sowie für spekulative Anleger, die auf Kursgewinne setzen.
Fazit
Covered Call ETFs sind ein spezialisiertes Nischenprodukt und keine Universallösung. Sie haben Einsatzgebiete in Seitwärtsphasen und können ein psychologisches Momentum erzeugen, wenn regelmäßig Auszahlungen erfolgen. Sie sollten jedoch nicht das Kerninvestment für einen langfristigen Anleger sein. Die Zielgruppe sind einkommensorientierte Anleger, Rentner oder Leute, die eine Alternative zu Dividenden-ETFs suchen. Bei starken Marktaufschwüngen entstehen hohe Opportunitätskosten gegenüber klassischen Index-ETFs.

