Kurze Zusammenfassung
Das Video erklärt zunächst die orthodoxe christliche Perspektive auf die Bibel, die auf Bündnissen zwischen Gott und den Menschen basiert. Es werden die Bündnisse mit Adam, Noah, Abraham, Moses und David erläutert, bevor auf die Rolle Jesu eingegangen wird. Anschließend werden Probleme mit dieser orthodoxen Sichtweise aufgezeigt und die esoterische Sichtweise der Geheimgesellschaften vorgestellt. Diese Sichtweise besagt, dass der Geist die Materie lenkt und dass der Gott, den wir anbeten, in Wirklichkeit ein falscher Gott, der Demiurg, ist. Jesus war ein kosmisches Wesen, das gesandt wurde, um die Wahrheit zu offenbaren und die Menschen zur Monade zurückzuführen.
- Orthodoxe christliche Perspektive basiert auf Bündnissen zwischen Gott und den Menschen.
- Geheimgesellschaften glauben, dass der Geist die Materie lenkt und der Demiurg ein falscher Gott ist.
- Jesus wurde gesandt, um die Wahrheit zu offenbaren und die Menschen zur Monade zurückzuführen.
Die orthodoxe/kanonische Perspektive
Die orthodoxe oder kanonische Perspektive des Christentums basiert auf einer bestimmten Interpretation der Bibel. Im Kern erzählt die Bibel die Geschichte des Bundes zwischen Gott und den Menschen. Es gibt mehrere Bündnisse, beginnend mit Adam im Garten Eden, wo Gott Adam und Eva ewiges Leben im Paradies verspricht, solange sie nicht vom Baum der Erkenntnis essen. Nachdem sie die Frucht essen, werden sie aus dem Garten Eden verbannt und müssen arbeiten, um zu überleben.
Die Bündnisse mit Noah, Abraham, Moses und David
Als die Menschen Kriege führen, beschließt Gott, die Welt zu zerstören, verschont aber Noah und seine Familie, indem er ihnen aufträgt, eine Arche zu bauen. Nach der Flut verspricht Gott, die Welt nie wieder zu zerstören. Da die Menschen weiterhin böse sind, sucht Gott einen Mann, der eine Nation gründen kann, die ein Vorbild für Güte ist, und findet Abraham. Gott verspricht Abraham und seinen Nachkommen das gelobte Land Israel, was den dritten Bund darstellt. Als die Israeliten in Ägypten versklavt werden, befreit Moses sie und führt sie zurück ins gelobte Land. Gott gibt Moses die Zehn Gebote als Gesetz für die Israeliten, was den vierten Bund darstellt. Schließlich findet Gott in David einen guten Anführer und König für die Israeliten. Der davidische Bund besagt, dass Gott Israel immer bevorzugen wird und das Haus David für immer regieren wird.
Das Kommen Jesu und der neue Bund
Jesus bekräftigt das Gesetz des Mose und opfert sich, um die Israeliten von der Erbsünde zu befreien. Durch sein Opfer schafft Jesus einen neuen Bund zwischen der Menschheit und Gott, der es jedem ermöglicht, Gott zu lieben und von ihm geliebt zu werden, unabhängig von Herkunft oder Einhaltung des mosaischen Gesetzes. Dies markiert den Beginn des Christentums. Juden glauben an die ersten fünf Bündnisse und erwarten die Wiederherstellung des Königreichs Davids, während Christen Jesus als den letzten Propheten und Gott selbst ansehen.
Probleme mit der orthodoxen Sichtweise
Es gibt mehrere Probleme mit dieser orthodoxen Interpretation der Bibel. Erstens, warum wurden Adam und Eva aus dem Garten Eden verbannt, nur weil sie eine Frucht gegessen hatten? Zweitens, warum hat Gott die Welt zerstört, wenn die Menschen danach immer noch böse waren? Und drittens, warum musste Jesus sterben, um die Menschheit zu erlösen? Diese Fragen werfen Zweifel an der traditionellen christlichen Lehre auf.
Die esoterische Sichtweise: Die Nefilim und das Buch Henoch
Die Geheimgesellschaften bieten eine andere Erklärung an, die auf esoterischem Wissen basiert, das in Büchern wie dem Buch Henoch und dem Thomas-Evangelium zu finden ist. Die Zerstörung der Welt durch Gott war demnach notwendig wegen der Nefilim, den Kindern von Engeln und Menschen. Diese Engel, die über die Menschheit wachen sollten, hatten Sex mit menschlichen Frauen und zeugten Kinder, die die Menschheit versklavten. Die Nefilim sind göttlich und können nicht getötet werden, aber ihre sterblichen Körper können vernichtet werden, wodurch sie zu Dämonen werden, die im Verborgenen leben und die Welt kontrollieren.
Die Monade, der Demiurg und die Rolle Jesu
Die Geheimgesellschaften glauben, dass der Geist die Materie lenkt. Am Anfang stand die Monade, der Kern des Universums, der durch seine Vibrationen göttliche Energie erzeugt, aus der neue Lebensformen entstehen. Eine dieser Lebensformen, die Diade Sophia, versuchte, wie die Monade zu sein und erschuf allein den Demiurgen, ein Monster. Sophia versteckte den Demiurgen, aber dieser erschuf die Erde, Adam und Eva. Der Demiurg ist ein falscher Gott, der die Menschen unterdrückt und bestraft. Jesus war ein kosmisches Wesen, das von der Monade gesandt wurde, um die Wahrheit zu offenbaren: Wir befinden uns in einem Gefängnis, das vom Demiurgen erschaffen wurde, aber in uns wohnt ein Funke der Monade, den wir aktivieren können, um zur Wahrheit zurückzukehren.
Die Botschaft Jesu und die Unterdrückung der Geheimgesellschaften
Um diesen Funken zu aktivieren, müssen wir gut sein, anderen helfen und Materialismus ablehnen, um spirituelles Glück zu suchen. Diese Botschaft stellt eine Bedrohung für die Nefilim und den Demiurgen dar, weshalb die Geheimgesellschaften über die Jahrhunderte hinweg unterdrückt wurden. Sie glauben jedoch, dass es ihre Pflicht ist, dieses Geheimnis zu schützen, denn nur so kann die Menschheit gerettet werden. Es gibt also eine offizielle Version, die in der Schule gelehrt wird, und eine geheime Version, die nur in Geheimgesellschaften weitergegeben wird.

