„Ihr wollt alle verarschen?!“ Murat kämpft für seine kleine Schwester!  |2/2| Richter Alexander Hold

„Ihr wollt alle verarschen?!“ Murat kämpft für seine kleine Schwester! |2/2| Richter Alexander Hold

Kurze Zusammenfassung

Der Fall dreht sich um Murat Ülgün, der wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Beleidigung vor Gericht steht. Er hatte eine Barrikade aus Ästen und Zweigen auf der Straße errichtet, um seine Lehrerin, Frau Färber, zum Anhalten zu zwingen. Sein Motiv war, dass er mit der Entscheidung seiner Eltern, seine Schwester Shenai auf die Hauptschule zu schicken, nicht einverstanden war. Die Staatsanwaltschaft argumentiert, dass Murat die Tat aus Wut und Hilflosigkeit begangen hat, während die Verteidigung argumentiert, dass es sich um eine Einzeltat handelte, die durch Murats jugendliche Unreife und den Wunsch, seiner Schwester ein besseres Leben zu ermöglichen, motiviert war.

  • Murat wurde wegen fahrlässigen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Beleidigung verurteilt.
  • Er muss 25 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.
  • Der Richter lobt Murats Engagement für seine Schwester, kritisiert aber gleichzeitig seine Vorgehensweise.

Kapitel 1: Die Vernehmung von Kosima Ferber

Kosima Ferber, die Tochter von Frau Färber, wird als Zeugin vernommen. Sie gibt an, dass sie sich mit ihrer Mutter gestritten hat, weil diese ihr keinen Cent für ihren Urlaub nach London geben wollte. Sie bestreitet, dass sie von dem Überfall auf ihre Mutter gewusst hat und behauptet, dass sie Murat nicht unterstützt. Der Richter stellt jedoch fest, dass Kosima ihrer Mutter von dem Anruf Murats, in dem er sie bedrohte, nicht erzählt hat. Er vermutet, dass Kosima und ihre Mutter nicht miteinander reden und dass Kosima möglicherweise mehr weiß, als sie zugibt.

Kapitel 2: Die Vernehmung von Elias Rüttenscheid

Elias Rüttenscheid, ein Grundschullehrer, wird als Zeuge vernommen. Er kennt Murat, da er dessen Schwester Shenai unterrichtet. Er berichtet, dass Murat sich sehr für seine Schwester eingesetzt hat und nicht verstanden hat, warum sie auf die Hauptschule geschickt werden sollte. Rüttenscheid ist der Meinung, dass Shenai die Realschule schaffen würde, wenn sie von ihren Eltern unterstützt würde. Er kritisiert Frau Färber dafür, dass sie sich nicht für Shenai einsetzt und dass sie Murat nicht zuhört.

Kapitel 3: Die Tat

Rüttenscheid schildert die Ereignisse am Morgen des Überfalls. Er wartete auf Frau Färber, um mit ihr zur Schule zu fahren. Als sie nicht kam, rief er sie an, aber sie war nicht erreichbar. Später fand er sie bewusstlos vor ihrem Auto. Er rief den Notarzt und stellte fest, dass Frau Färbers Tasche verschwunden war. Rüttenscheid vermutet, dass Murat die Barrikade gebaut hat, um Frau Färber zum Anhalten zu zwingen, aber er ist sich sicher, dass Murat sie nicht niedergeschlagen hat.

Kapitel 4: Murats Geständnis

Rüttenscheid gibt zu, dass er am Tag vor dem Überfall Frau Färber angerufen hat, um mit ihr zu reden. Er wollte, dass sie ihm zuhört, aber sie hat aufgelegt. Er räumt ein, dass er die Barrikade gebaut hat, um Frau Färber zum Anhalten zu zwingen, aber er bestreitet, dass er sie überfallen hat. Er erklärt, dass er wütend auf Frau Färber war, weil sie Shenai auf die Hauptschule schicken wollte.

Kapitel 5: Die Rolle von Axel Sievers

Kosima gibt zu, dass Axel Sievers, ihr ehemaliger Freund, bei ihr übernachtet hat. Sie bestreitet jedoch, dass er etwas mit dem Überfall zu tun hat. Der Richter stellt fest, dass Axel vorbestraft ist und dass er möglicherweise ein Motiv für den Überfall gehabt hätte. Kosima behauptet, dass Axel sich geändert hat und dass er nicht in der Lage wäre, so etwas zu tun.

Kapitel 6: Das Urteil

Der Richter verurteilt Murat wegen fahrlässigen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Beleidigung. Er muss 25 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Der Richter lobt Murats Engagement für seine Schwester, kritisiert aber gleichzeitig seine Vorgehensweise. Er betont, dass es wichtig ist, seine Ziele mit Argumenten zu verfolgen und nicht mit Straftaten.

Kapitel 7: Die Folgen

Frau Färber überdenkt ihre Entscheidung, Shenai auf die Hauptschule zu schicken. Sie wird Shenai in eine Fördergruppe unterbringen und ihr die Empfehlung für die Realschule geben, wenn sie sich gut in der Fördergruppe schlägt. Axel Sievers wird wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung verurteilt. Kosima wird wegen uneidlicher Falschaussage zu 20 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

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