Landschaftsfotografie auf den Färöer-Inseln | Martin Hülle (Fujifilm) #fototage

Landschaftsfotografie auf den Färöer-Inseln | Martin Hülle (Fujifilm) #fototage

Kurze Zusammenfassung

Der Vortrag von Martin Hülle bietet einen umfassenden Einblick in die Landschaftsfotografie auf den Färöer-Inseln. Er teilt seine persönlichen Erfahrungen, gibt Einblicke in seine fotografische Entwicklung und erläutert die Besonderheiten der Inseln als Fotomotiv.

  • Persönliche fotografische Entwicklung von analog zu digital und Wechsel zu Fujifilm.
  • Vorstellung verschiedener Jahreszeiten und deren Einfluss auf die Landschaftsfotografie.
  • Tipps zur Bildbearbeitung und zur Bewältigung starker Kontraste.

Einleitung und persönliche Entwicklung

Martin Hülle beginnt mit einer herzlichen Begrüßung zu seinem Vortrag über Landschaftsfotografie auf den Färöer-Inseln. Er erzählt von seinem fotografischen Werdegang, der durch seinen Vater und dessen Nikon-Ausrüstung geprägt wurde. Seine ersten Wanderungen in Skandinavien und die späteren Grönland-Expeditionen, bei denen er seine Touren fotografisch dokumentierte, führten ihn schließlich zur Digitalfotografie und 2012 zum Wechsel zu Fujifilm, da ihm die Vollformat-Ausrüstung von Nikon zu groß und schwer wurde.

Erste Reise auf die Färöer-Inseln

Im Jahr 2012 startete Hülle sein Fotoprojekt "Mein Norden", das ihn unter anderem auf die Färöer-Inseln führte. Er reiste mit seiner Familie und dem eigenen Auto an, um flexibel zu sein. Besonders beeindruckten ihn die schnellen Wetterwechsel und die einzigartige Insellandschaft. Er besuchte unter anderem das Dorf Gásadalur, das damals nur über einen alten Postweg erreichbar war, und fotografierte mit einer Fujifilm X-E1 und Objektiven zwischen 14 und 200 Millimetern Brennweite.

Bekannte Motive und Geschichten

Hülle präsentiert bekannte Motive wie die Felsnadeln Risin und Kerlingin, zu denen er die Sage der versteinerten Trolle erzählt. Er berichtet von einer Fotosession mit seiner Familie am Strand von Tjörnuvik und dem Besuch des Wasserfalls Fossá, dem höchsten Wasserfall der Färöer-Inseln. Er beschreibt, wie er dort in Ruhe nach dem besten Blickwinkel suchte und schließlich eine Langzeitbelichtung im Schwarz-Weiß-Format erstellte.

Die Insel Mikines und Papageitaucher

Ein weiteres Highlight war der Besuch der Insel Mikines, die für ihre Papageitaucher bekannt ist. Hülle erzählt von seiner missglückten Porträtaufnahme eines Papageitauchers, die er nachträglich als Scherenschnitt bearbeitete. Er betont die Zutraulichkeit der Vögel und die touristische Entwicklung der Färöer-Inseln, die sich seit seinem ersten Besuch im Jahr 2013 stark verändert hat.

Fotoreise im Herbst und "Another Time Another Place"

Im Herbst 2019 bot Hülle zusammen mit Michael Schaake eine Fotoreise auf die Färöer-Inseln an, die Teil seines Projekts "Another Time Another Place" war. Er beschreibt die veränderte Landschaft im Herbst und die Herausforderungen bei der Fotografie mit begrenztem Equipment. Er erklärt seine Entscheidung, nur mit Objektiven zwischen 16 und 56 Millimetern zu fotografieren, um einen natürlichen Blickwinkel zu erhalten.

Details und Komposition

Hülle betont die Bedeutung von Details und Komposition in seinen Bildern. Er zeigt Aufnahmen der Kirche in Funningur und einer alten Hafenanlage in Mikladalur, bei denen er auf präzise Komposition achtete. Er berichtet von einem Regenschauer, der die Landschaft in ein besonderes Licht tauchte, und dem Besuch des Wasserfalls Bøstadafossur, wo er sich bis an die Abbruchkante wagte, um die perfekte Aufnahme zu machen.

Winterreise und Herausforderungen

Im Winter 2022 unternahm Hülle eine weitere Fotoreise auf die Färöer-Inseln, die von rauem Wetter und viel Schnee geprägt war. Er erzählt von den Herausforderungen bei der Anreise und der Schwierigkeit, bestimmte Orte zu erreichen. Trotzdem entstanden beeindruckende Aufnahmen von verschneiten Landschaften und Küstenmotiven.

Saksun und Veränderungen

Hülle berichtet von einem Besuch in Saksun, wo sich in den letzten Jahren einiges verändert hat. Er erzählt von den Einschränkungen beim Betreten von Privatland und den Gebühren für bestimmte Wanderungen. Er betont die Notwendigkeit, die Landschaft zu schützen und die Wege instand zu halten.

Lichtstimmungen im Herbst und Bildbearbeitung

Die Herbstmonate sind für Hülle die schönste Zeit auf den Färöer-Inseln, da es oft besondere Lichtstimmungen gibt. Er erklärt, wie er mit den starken Kontrasten bei der Fotografie umgeht und wie er seine Bilder nachträglich mit Filmsimulationen bearbeitet.

Die Insel Kalsoy und die Robbenfrau

Ein weiteres Highlight ist die Insel Kalsoy, die auch als Blockflöteninsel bekannt ist. Hülle beschreibt die Fahrt über die Insel und den Besuch des Leuchtturms Kallur. Er erzählt die Sage der Robbenfrau Koper Konan, deren Statue in Mikladalur steht.

Sandoy und Baggerdichte

Zum Schluss berichtet Hülle von einem Besuch auf der Insel Sandoy, die mittlerweile durch einen Unterseetunnel erreichbar ist. Er erklärt die hohe Baggerdichte auf den Färöer-Inseln, die durch die Verpflichtung zur Vergrabung des Aushubmaterials entsteht.

Abschluss und Ausblick

Hülle schließt seinen Vortrag mit dem Hinweis auf eine alte Radarstation und ein Fotografierverbotsschild, das für ihn sinnbildlich für die Färöer-Inseln steht. Er betont die Vielfalt und den Reiz der Inseln als fotografisches Gebiet und kündigt eine weitere Reise im Herbst an. Er bedankt sich für die Aufmerksamkeit und bietet an, Fragen zu beantworten.

Share

Summarize Anything ! Download Summ App

Download on the Apple Store
Get it on Google Play
© 2024 Summ