Kurze Zusammenfassung
Martin Armstrong spricht über sein ökonomisches Vertrauensmodell und wie es durch die Analyse historischer Daten und Muster entstanden ist, anstatt von einer vorgefassten Theorie auszugehen. Er betont, dass die Wirtschaft zyklisch ist und dass Regierungen diese Zyklen nicht kontrollieren können. Er diskutiert, wie sich die öffentliche und private Wahrnehmung von Zinsen im Laufe der Zeit verändert hat und wie diese Zyklen mit politischen Veränderungen und dem Aufstieg und Fall von Zivilisationen zusammenhängen. Erwähnt auch die Rolle von Neokonservativen in der Politik und die bevorstehenden Veränderungen im Jahr 2032.
- Das ökonomische Vertrauensmodell basiert auf der Analyse historischer Daten und Muster.
- Wirtschaftszyklen sind natürlich und können von Regierungen nicht kontrolliert werden.
- Die öffentliche und private Wahrnehmung von Zinsen hat sich im Laufe der Zeit verändert.
- Diese Zyklen hängen mit politischen Veränderungen und dem Aufstieg und Fall von Zivilisationen zusammen.
- Neokonservative spielen eine Rolle in der Politik.
- Im Jahr 2032 stehen bedeutende Veränderungen bevor.
Einführung in das ökonomische Vertrauensmodell
Martin Armstrong stellt sich vor und erklärt, dass er in diesem Video das ökonomische Vertrauensmodell vorstellen möchte. Er beginnt mit der Feststellung, dass es zwei Arten der Analyse gibt: eine, bei der man eine Theorie aufstellt und dann versucht, sie zu beweisen, und eine, bei der man zufällig auf etwas stößt und dann versucht, es zu verstehen. Er vergleicht Adam Smith, der versuchte zu verstehen, wie die Wirtschaft funktioniert, mit Karl Marx, der eine Theorie aufstellte, die er beweisen wollte.
Der Ursprung der zyklischen Wirtschaftsansicht
Armstrong erzählt, wie er in der Schule widersprüchliche Theorien über Zufall und Manipulation in Physik und Wirtschaft kennengelernt hat. Ein Schlüsselerlebnis war ein Film über die Panik von 1869, in dem Gold einen Wert von 162 Dollar pro Unze hatte, während es zu seiner Zeit nur 35 Dollar wert war. Dies veranlasste ihn, die Linearität der Wirtschaft in Frage zu stellen und die zyklische Natur von Märkten zu erkennen. Er beobachtete auch, wie Immobilienmärkte Booms und Busts erlebten, und erkannte, dass die Vorstellung, der Staat könne Konjunkturzyklen eliminieren, unsinnig ist.
Entdeckung des 8,6-Jahres-Zyklus
Armstrong beschreibt, wie er in der Firestone Library in Princeton auf einen Artikel aus dem Wall Street Journal über die Panik von 1907 stieß, der eine Liste von Paniken von 1683 bis 1907 enthielt. Er berechnete den Durchschnitt dieser Ereignisse und kam auf einen Zyklus von 8,615 Jahren. Er begann, die Geschichte zu untersuchen und stellte fest, dass dieser Zyklus tatsächlich existierte. Er bemerkte auch, dass sich die Denkweise der Menschen im Laufe der Zeit verändert, was er als "öffentlich versus privat" bezeichnet.
Öffentliche versus private Wellen
Armstrong erklärt, dass in den 1920er Jahren steigende Zinsen als bullish angesehen wurden, während sie unter keynesianischer Wirtschaft als bearish angesehen wurden, da die Menschen sich fragten, was die Regierung zu tun versuchte. Er betont, dass es nie einen einzigen Grund für ein Ereignis gibt und dass man die Dinge aus einer globalen Perspektive betrachten muss. Er beobachtete auch, dass sich Muster im Handel wiederholen, was ihn zu dem Schluss brachte, dass die Zeit fraktal ist.
Die Psychologie von Marktkrashes
Armstrong erklärt, dass Marktkrashes nicht durch Shortseller verursacht werden, sondern dadurch, dass es keine Käufer mehr gibt. Er erzählt eine Anekdote von einem Mann, der 1989 am Tag des Höchststandes in den Aktienmarkt investierte, weil er sieben Jahre lang von Brokern bearbeitet worden war. Er betont, dass man die menschliche Natur hinter diesen Dingen verstehen muss.
Die fraktale Natur der Wirtschaftszyklen
Armstrong erklärt, dass der 8,6-Jahres-Zyklus sich zu Wellen von 51,6 Jahren und dann zu 309,6 Jahren aufbaut. Diese größeren Zyklen zeigen, wann Zivilisationen aufsteigen und fallen. Er prognostiziert, dass im Jahr 2032 eine große Veränderung stattfinden wird und dass sich die Regierungsformen ändern werden. Er entdeckte, dass der 8,6-Jahres-Zyklus mit Pi zusammenhängt, was seine Genauigkeit erklärt.
Die Genauigkeit des Modells und zukünftige Ereignisse
Armstrong erklärt, dass das Modell den Amtsantritt von Donald Trump und den Brexit korrekt vorhergesagt hat. Er betont, dass das Modell alle Faktoren berücksichtigt, einschließlich Wetter, Krieg und Klimawandel. Er kritisiert Regierungen für ihre Versuche, den Konjunkturzyklus zu kontrollieren, und zitiert Arthur Burns und Paul Volcker, die beide sagten, dass der Konjunkturzyklus immer gewinnt.
Historische Beispiele und die Rolle der Neokonservativen
Armstrong erzählt, wie sein Modell den Zusammenbruch Russlands im Jahr 1998 vorhersagte und wie die CIA versuchte, es zu erwerben. Er gibt historische Beispiele für die Genauigkeit des Modells, wie z. B. die griechische Schuldenkrise im Jahr 2010 und die Anschläge vom 11. September. Er diskutiert auch die Rolle der Neokonservativen in der Politik, die seiner Meinung nach Krieg befürworten und die Fäden ziehen, unabhängig davon, ob ein Republikaner oder ein Demokrat an der Macht ist.
Die Zukunft und der Wandel im Jahr 2032
Armstrong prognostiziert, dass die nächsten 10 Jahre bis 2032 schwierig werden und dass es zu einem monumentalen Wandel in der Funktionsweise der Systeme kommen wird. Er hofft, dass dies zu mehr Demokratie führen wird, befürchtet aber, dass es zu mehr Autoritarismus kommen könnte. Er betont, dass das ökonomische Vertrauensmodell auf Beobachtung und nicht auf einer vorgefassten Theorie beruht und dass es dazu beitragen kann, die Volatilität zu verringern, wenn wir verstehen, wie der Zyklus funktioniert. Er schließt mit der Feststellung, dass Klimawandel, Kriege und Krankheiten alle Teil des Zyklus sind und dass wir ihn nicht kontrollieren können.

