Kurze Zusammenfassung
Das Video behandelt den Einsatz von Regime- und Marktbreitefiltern zur Verbesserung der risikobereinigten Renditen in systematischen Trading-Strategien, insbesondere im Aktienmarkt. Es werden die Konzepte, Stärken und Schwächen beider Filtertypen erläutert und anhand von Backtests mit historischen Daten und verschiedenen globalen ETFs demonstriert.
- Regimefilter (Indexfilter) nutzen gleitende Durchschnitte, um in Zeiten von Marktabschwüngen in Cash zu gehen.
- Marktbreitefilter messen die Marktgesundheit, indem sie das Verhältnis von Aktien, die neue Hochs erreichen, zu solchen, die neue Tiefs erreichen, berücksichtigen.
- Die Kombination beider Filter kann Drawdowns reduzieren und die risikobereinigten Renditen verbessern.
Intro
Der Sprecher stellt zwei einfache, aber leistungsstarke Trading-Indikatoren vor: Regimefilter und Marktbreitefilter. Diese Filter sollen helfen, ungünstige Marktbedingungen zu vermeiden und so die risikobereinigten Renditen systematischer Trading-Strategien zu verbessern. Regimefilter unterscheiden sich von Marktbreitefiltern, dienen aber beide dazu, Investoren vor schlechten Marktphasen zu schützen.
Was ist ein Marktindex-Regimefilter?
Der Sprecher demonstriert eine Relative-Momentum-Strategie, die Regime- und Breitefilter verwendet, um in Bärenmärkten in Cash zu gehen. Er verweist auf ein Whitepaper von Meb Faber, das die taktische Asset Allocation mit einfachen Timing-Filtern zur Verbesserung der risikobereinigten Renditen beschreibt. Faber nutzte einen 10-Monats-SMA, um zu entscheiden, ob investiert bleiben oder in Cash gehen. Der Sprecher betont, dass das Ziel darin besteht, Drawdowns zu vermeiden, um die Erholungszeit zu verkürzen.
Out-of-Sample-Test von Fabers Regimefilter
Der Sprecher führt einen Out-of-Sample-Test von Fabers Regimefilter mit SPY-Daten von 1993 bis 2026 durch. Er vergleicht die Performance mit und ohne Regimefilter. Die Ergebnisse zeigen, dass der Regimefilter den maximalen Drawdown deutlich reduziert, während die Rendite nahezu gleich bleibt. Der Test bestätigt die Wirksamkeit des 10-Monats-SMA als Timing-Mechanismus zur Vermeidung von Marktabschwüngen.
Relative Momentum Ranking mit Andreas Clenows Methode
Der Sprecher erklärt, wie er Andreas Clenows exponentielle Regressionsberechnung verwendet, um die Momentum-Aktien im Russell 1000 zu bewerten. Diese Formel bevorzugt Aktien mit steilen, aber weniger volatilen Aufwärtstrends. Anschließend vergleicht er die Performance seines relativen Momentum-Systems mit und ohne Regimefilter. Die Ergebnisse zeigen, dass der Regimefilter den maximalen Drawdown reduziert, obwohl er die Rendite leicht verringert.
Was ist ein Marktbreitefilter?
Der Sprecher erklärt, dass ein Marktbreitefilter die Marktgesundheit misst, indem er das Verhältnis von Aktien betrachtet, die neue 52-Wochen-Hochs erreichen, zu solchen, die neue 52-Wochen-Tiefs erreichen. Er verwendet den High-Low-Index als Marktbreitefilter. Ein Wert über 50 % deutet auf einen starken Markt hin, in dem neue Hochs die neuen Tiefs überwiegen.
Was ist der Vorteil eines Marktbreitefilters?
Der Sprecher erklärt, dass ein Marktbreitefilter nützlich ist, weil ein Großteil der Gewinne des S&P 500 von den Top-10-Aktien getragen wird. Ein Marktbreitefilter kann verhindern, dass ein System in einem Markt investiert, der zwar insgesamt steigt, aber dessen Aufwärtstrend nur von wenigen Aktien getragen wird. Dies kann die Performance verbessern, indem es das System aus schwächeren Aktien heraushält.
Stärken und Schwächen von Marktbreite- und Indexfiltern
Der Sprecher kombiniert den Regimefilter mit dem Marktbreitefilter in seinem relativen Momentum-System. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kombination beider Filter den maximalen Drawdown weiter reduziert und gleichzeitig die Rendite erhöht. Der Sprecher demonstriert, wie der Marktbreitefilter das System in bestimmten Zeiträumen aus volatilen Märkten heraushält. Er betont jedoch, dass dies nur ein interessantes Konzept zum Ausprobieren ist. Er diskutiert auch das Problem des "Signal Timing Luck" und verweist auf eine Lösung von Nick Radge, das Portfolio in zwei Hälften aufzuteilen, die mit unterschiedlichen Zeithorizonten handeln.
Robustheitsprüfung an globalen ETFs
Der Sprecher führt Backtests mit verschiedenen globalen ETFs durch, um die Robustheit der Regimefilter zu demonstrieren. Die Ergebnisse zeigen, dass der Filter in verschiedenen Märkten gut funktioniert und dazu beiträgt, Drawdowns zu reduzieren. Er betont, dass defensive Strategien Buy-and-Hold nicht immer übertreffen, aber die Drawdowns deutlich reduzieren können.
So finden Sie Daten-Ticker für Breitenfilter
Der Sprecher zeigt, wie man die Ticker für verschiedene Marktbreiteindikatoren auf der Norgate-Datenwebsite findet. Er erklärt, wie man eine statische Watchlist erstellt und nach Marktbreiteindikatoren sucht. Er empfiehlt, mit verschiedenen Indikatoren zu experimentieren, warnt aber vor Curve Fitting.
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Der Sprecher fasst die wichtigsten Punkte des Videos zusammen und betont, dass die gezeigten Strategien keine Anlageberatung sind, sondern Skripte zum Lernen und Anpassen. Er ermutigt die Zuschauer, ihre eigenen Recherchen und Tests durchzuführen und bei Bedarf professionelle Beratung einzuholen. Er wirbt für seine Kurse auf arttotrading.com, in denen er sein Wissen über Backtesting und Strategieentwicklung vermittelt.

