Kurze Zusammenfassung
Dieses Video von Chart Fanatics präsentiert eine detaillierte Analyse der Scalping-Strategie von Fabio Valentino, einem Top-1%-Trader. Er erklärt, wie man Marktbewegungen anhand von Orderflow und Volumenprofilen interpretiert, anstatt sie vorherzusagen.
- Marktstruktur und Auktionsmarkttheorie (AMT)
- Drei-Schritte-Modell für den Handel: Standort, Validierung und Aggression
- Zwei Modelle: Trendfolgend und Mean-Reverting
- Bedeutung von Risikomanagement und Anpassungsfähigkeit
- Live-Trading-Beispiele während der New Yorker Sitzung
Einführung
Fabio Valentino, ein Weltklasse-Scalper, der in der Robin's Club-Rangliste zu den Top Drei gehört und eine Rendite von über 500 % in 12 Monaten erzielt hat, wird vorgestellt. Er wird seine Strategie vorstellen, mit der er diese Ergebnisse erzielt hat.
Das Missverständnis der Marktstruktur
Valentino erklärt, dass 90 % der Trader Geld verlieren, weil sie die Marktstruktur falsch interpretieren. Viele Trader versuchen, einem Trend zu folgen, indem sie auf Retracements warten und Supply- oder Order-Block-Konzepte verwenden. Dieses Muster funktioniert jedoch oft nicht, wenn es nicht im richtigen Kontext betrachtet wird. Um den Markt richtig zu verstehen, muss man das Volumenprofil berücksichtigen und die Gesamtverteilung des Volumens erkennen. Wenn ein Trend in einem Bereich mit geringem Volumen auftritt, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass er sich fortsetzt.
Auktionsmarkttheorie (AMT)
Die Auktionsmarkttheorie (AMT) besagt, dass sich der Markt von einem Gleichgewichtsbereich, in dem alle Marktteilnehmer effizient handeln, zu einem Ungleichgewicht bewegt. Da sich der Markt meist im Gleichgewicht befindet, erleiden Trader oft Stop-Loss-Serien, weil sie versuchen, den Markt vorherzusagen, anstatt auf ein Ungleichgewicht zu warten. Wenn man auf eine Situation wartet, in der der Markt aus dem Gleichgewicht gerät, kann man seine Gewinnrate um 20 bis 30 % steigern.
Das Modell: Standort
Valentino nennt seine Methode ein "Modell" und keine "Strategie", da eine Strategie starre Regeln beinhaltet, die in einem dynamischen Markt nicht funktionieren. Der erste Schritt des Modells ist das Verständnis des Standorts, d. h. wann man effizient handeln kann, wenn der Markt aus dem Gleichgewicht geraten ist. Ineffizienz tritt auf, wenn eine Partei aggressiver ist als die andere, was den besten Zeitpunkt für Transaktionen darstellt. Der Markt signalisiert dann, dass er aus dem Gleichgewicht geraten ist und ein neues Gleichgewichtsniveau sucht.
Das Modell: Validierung des Levels
Der zweite Schritt ist die Validierung des Levels. Nachdem man die Richtung und den Zustand des Marktes erkannt hat, kann man mithilfe des Orderflows mögliche Take-Profit-Ziele festlegen. Der Orderflow ist eine Möglichkeit, den Markt zu lesen, indem man analysiert, was innerhalb einer Kerze geschieht. Anstatt Multi-Timeframe-Analysen zu verwenden, kann man das Volumenprofil verwenden, um Bereiche mit geringem Volumen (Low Volume Nodes) zu identifizieren, die als Reaktionslevel dienen können.
Das Modell: Aggression
Der dritte Schritt ist die Analyse großer Orders und Aggressionen an bestimmten Punkten. In einer Orderflow-Plattform werden diese oft als "Bubbles" dargestellt. Wenn Richtung, Standort und Aggression vorhanden sind, ist die Fähigkeit, den Markt zu lesen, wichtiger als die Fähigkeit, ihn vorherzusagen. Durch die Beobachtung von Aggressionen kann man Stop-Losses über großen Verkaufs- oder Kauf-Aggressionen platzieren, was zu einem großen Chance-Risiko-Verhältnis und einer hohen Wahrscheinlichkeit führt. Das Ziel ist es, mit dem Marktfluss zu schwimmen und von der Aggression und den schließenden Positionen anderer Trader zu profitieren.
Beste Sitzung und alternatives Modell
Das Modell funktioniert am besten während der New Yorker Sitzung, insbesondere für Aktien wie NASDAQ und ES. Es funktioniert nicht gut während der ersten Stunde der Londoner Sitzung, wo es oft zu "Fake-Outs" kommt. Um dies zu vermeiden, handelt Valentino vor der New Yorker Sitzung nur mit einem Mean-Reverting-Modell. Dieses Modell nutzt die Mean-Reverting-Eigenschaften des Marktes während der Londoner Sitzung aus, indem es auf Gelegenheiten achtet, wenn der Markt basierend auf der Volumenverteilung stark reduziert ist und wieder zurückschnappt.
Mean-Reverting-Modell
Das Mean-Reverting-Modell sucht nach Kaufgelegenheiten, wenn der Markt stark reduziert ist, und zielt auf Bereiche ab, in denen das maximale Volumen gehandelt wird. Valentino wartet auf den ersten Ausbruch und die Rückkehr in den Gleichgewichtsbereich, bevor er eine Position eingeht. Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, wartet er auf große Trades und springt mit großen Marktteilnehmern ein. Er ist sofort falsch, wenn der Markt gegen ihn läuft, und sichert seine Position sofort ab, wenn er richtig liegt.
Orderflow vs. Price Action
Orderflow ermöglicht es, mehr Bestätigungen zu erhalten und sich an größeren Orders auszurichten, während Price Action subjektiver ist. Orderflow ist besonders nützlich für das Unterrichten, da es objektive Daten liefert, die jeder gleich interpretieren kann. Mit Orderflow kann man die Narrative vor der Preisbildung beobachten, was es zu einem führenden Indikator macht.
Auktionsbeispiel
Valentino verwendet das Beispiel einer Auktion, um zu veranschaulichen, wie der Markt funktioniert. Wenn der Startpreis zu hoch ist, senkt der Auktionator den Preis, bis Interesse entsteht. Sobald ein Gebot abgegeben wird, steigen andere Bieter ein, was zu einer schnellen Preissteigerung führt. Dieses Beispiel zeigt, wie der Markt nach einem Gleichgewicht sucht und wie Orderflow verwendet werden kann, um Entries zu timen.
Edge Decay
Edge Decay tritt auf, wenn ein Modell aufgrund veränderter Marktbedingungen an Effektivität verliert. Valentino stellt fest, dass dies häufig bei Price-Action-Strategien vorkommt. Orderflow ist weniger anfällig für Edge Decay, da er die wahre Natur des Marktes widerspiegelt. Durch die Verwendung von Orderflow kann man seine Modelle verbessern und Verluste reduzieren.
Zusammenfassung des Trendmodells
Das Trendmodell ist ein Trendfolgemodell, das während der New Yorker Sitzung verwendet wird. Es wird nicht empfohlen, Trades über Nacht zu halten. Der erste Schritt ist das Verständnis des Marktzustands, wobei nur in Ungleichgewichtssituationen gehandelt wird. Der zweite Schritt ist die Bestimmung des Standorts, d. h. des Swing-Punkts, der mithilfe des Volumenprofils und der Suche nach Low Volume Nodes analysiert wird. Der dritte Schritt ist die Ausführung, bei der man auf Aggressionen wartet und Stop-Losses über oder unter großen Orders platziert. Das Ziel ist der vorherige Gleichgewichtsbereich.
Zusammenfassung des Mean-Reverting-Modells
Das Mean-Reverting-Modell wird in Konsolidierungsmärkten verwendet. Das Ziel ist es, von Situationen zu profitieren, in denen der Markt aus dem Gleichgewicht gerät und wieder in den Gleichgewichtsbereich zurückkehrt. Man wartet auf den ersten Ausbruch und das Retracement, bevor man eine Position eingeht. Der Standort ist der Swing, und das Ziel ist der Bereich, in dem die meisten Auktionen stattfinden. Stop-Losses werden knapp unter dem Hoch platziert, um Slippage zu vermeiden.
Vor- und Nachteile
Zu den Nachteilen des Modells gehören, dass Kompressionstage die Gewinnrate beeinträchtigen und dass es stressig sein kann, große Positionen zu verwalten. Außerdem erfordert das Modell einen hohen Zeitaufwand. Zu den Vorteilen gehören die große Anzahl von Trades, die es ermöglichen, Drawdowns schnell auszugleichen, und die Tatsache, dass keine Vorhersagen erforderlich sind. Außerdem verhindert das Modell Revenge-Trading und bietet ein hohes Chance-Risiko-Verhältnis.
Chart-Beispiele: Konsolidierung
Valentino zeigt Beispiele für die Verwendung des Modells auf Charts, wobei er das Volumenprofil und die Delta-Aggression in bestimmten Konsolidierungsbereichen hervorhebt. Er erklärt, wie man Low Volume Nodes identifiziert und wie der Markt auf diese reagiert. Er zeigt auch, wie sich das Modell in verschiedenen Sitzungen verhält, wobei die New Yorker Sitzung mehr Momentum und weniger Retracements aufweist.
Chart-Beispiele: New Yorker Sitzung
Valentino analysiert die Preisbewegung während der New Yorker Sitzung und zeigt, wie das Modell in der Praxis funktioniert. Er erklärt, wie man Aggressionen erkennt, Volumenprofile verwendet und Trades verwaltet. Er hebt auch die Bedeutung des Verständnisses der Marktstruktur und der Anpassung an veränderte Bedingungen hervor.
Chart-Beispiele: Londoner Sitzung
Valentino analysiert die Preisbewegung während der Londoner Sitzung nach dem Bombenanschlag auf den Iran und zeigt, wie das Modell in einer volatilen Umgebung funktioniert. Er erklärt, wie man Akkumulation und Distribution anhand von Volumen und Delta-Aggressionen identifiziert.
Live-Trading: Vor der New Yorker Sitzung
Valentino analysiert den Markt vor der Eröffnung der New Yorker Sitzung und identifiziert wichtige Level und potenzielle Szenarien. Er erklärt, wie er die Größe der Orders und die Preisbewegung verwendet, um die Marktstimmung einzuschätzen. Er betont auch die Bedeutung, sich nicht von Voreingenommenheiten beeinflussen zu lassen und sich auf die Daten zu konzentrieren.
Live-Trading: Eröffnung der New Yorker Sitzung
Valentino beobachtet die ersten Minuten der New Yorker Sitzung und analysiert die Volumen- und Preisbewegung. Er erklärt, wie er die Aggression von Käufern und Verkäufern interpretiert und wie er seine Entscheidungen auf der Grundlage der Daten trifft. Er betont auch die Bedeutung von Geduld und Disziplin und die Vermeidung von Trades, die nicht zu seinem Modell passen.
Live-Trading: Analyse und Anpassung
Valentino setzt seine Analyse fort und passt seine Erwartungen an die sich ändernden Marktbedingungen an. Er erklärt, wie er wichtige Level identifiziert und wie er seine Stop-Losses verwaltet. Er betont auch die Bedeutung, sich nicht an eine bestimmte Richtung zu binden und bereit zu sein, seine Meinung zu ändern, wenn sich die Daten ändern.
Live-Trading: Erster Trade
Valentino identifiziert einen potenziellen Long-Trade und erklärt, wie er seinen Entry und seinen Stop-Loss planen würde. Er betont auch die Bedeutung, sich an sein Modell zu halten und keine Trades einzugehen, die nicht seinen Kriterien entsprechen.
Live-Trading: Stop-Loss
Valentino erklärt, warum er sich entschieden hat, seinen Stop-Loss nicht zu verschieben, obwohl der Markt sich in seine Richtung bewegt. Er betont auch die Bedeutung, sich auf die Daten zu konzentrieren und sich nicht von Emotionen beeinflussen zu lassen.
Live-Trading: Ausstieg aus dem Trade
Valentino erklärt, warum er sich entschieden hat, seinen Trade mit einem Gewinn von 1.000 $ zu beenden. Er betont auch die Bedeutung, sich seiner Grenzen bewusst zu sein und nicht zu versuchen, den Markt zu überlisten.
Live-Trading: Analyse nach dem Trade
Valentino analysiert die Preisbewegung nach seinem Trade und erklärt, warum er erwartet, dass der Markt sich umkehren wird. Er betont auch die Bedeutung, sich nicht an eine bestimmte Richtung zu binden und bereit zu sein, seine Meinung zu ändern, wenn sich die Daten ändern.
Live-Trading: Zusammenfassung
Valentino fasst seine Strategie und seine Denkweise zusammen. Er betont auch die Bedeutung von Risikomanagement, Disziplin und Anpassungsfähigkeit.
Live-Trading: Zweiter Trade
Valentino analysiert den Markt und identifiziert einen potenziellen Short-Trade. Er erklärt, wie er seinen Entry und seinen Stop-Loss planen würde.
Live-Trading: Ende der Sitzung
Valentino erklärt, warum er sich entschieden hat, den Handel für den Tag zu beenden. Er betont auch die Bedeutung, sich seiner Grenzen bewusst zu sein und nicht zu versuchen, den Markt zu überlisten.
Live-Trading: Zusammenfassung und wichtige Erkenntnisse
Valentino fasst seine Strategie und seine Denkweise zusammen. Er betont auch die Bedeutung von Risikomanagement, Disziplin und Anpassungsfähigkeit.
Live-Trading: Letzte Analyse
Valentino analysiert den Markt und identifiziert wichtige Level und potenzielle Szenarien. Er erklärt, wie er die Größe der Orders und die Preisbewegung verwendet, um die Marktstimmung einzuschätzen.
Live-Trading: Detaillierte Analyse
Valentino setzt seine Analyse fort und passt seine Erwartungen an die sich ändernden Marktbedingungen an. Er erklärt, wie er wichtige Level identifiziert und wie er seine Stop-Losses verwaltet.
Live-Trading: Letzter Trade
Valentino identifiziert einen potenziellen Long-Trade und erklärt, wie er seinen Entry und seinen Stop-Loss planen würde. Er betont auch die Bedeutung, sich an sein Modell zu halten und keine Trades einzugehen, die nicht seinen Kriterien entsprechen.
Live-Trading: Ausstieg aus dem Trade
Valentino erklärt, warum er sich entschieden hat, seinen Trade mit einem Gewinn von 1.000 $ zu beenden. Er betont auch die Bedeutung, sich seiner Grenzen bewusst zu sein und nicht zu versuchen, den Markt zu überlisten.
Live-Trading: Zusammenfassung
Valentino fasst seine Strategie und seine Denkweise zusammen. Er betont auch die Bedeutung von Risikomanagement, Disziplin und Anpassungsfähigkeit.

